wir angenommenen

Veröffentlicht von Ioana Lamprecht 21.05.2015  •  Kommentare(1)

wir angenommenen

sind alle gleich:

blass und hungrig

 

vom unmöglichen getrieben

auf einen dunklen punkt zustrebend

 

setzen wir uns erschöpft an den

straßenrand

schauen aneinander vorbei

 

wir wurden

                mitgenommen

                aufgenommen

                angenommen

 

unsere gesichter sind längst

kantig und unsere gemüter

verbissen

 

so sitzen wir am straßenrand

fragen uns

wer uns jetzt noch annimmt

Ein Autor bringt sich darum nicht ganz in seinen Roman, weil [er] eine Menge Züge von sich übriglassen muß, um sie andern Leuten darin zu leihen.

Jean Paul