Tülle

Veröffentlicht von Philipp Pfitscher 11.04.2015  •  Kommentare(0)

Nun drum, wie soll ich's sagen? "Mühsam", sagte er. So waren seine Worte kurz bevor ihm sein Haupt zerschmettert wurde. Nur der Gerichtsschreiberin Martha AE Simmonson war es berhaupt gewahr, dass der junge Parker das Schuldbekenntnis nicht moralisch korrekt, in Tränen gerührt aus seinem Herzen brüllte, es dagegen nur laienhaft von seinem Handrücken las. 

Timmothy A. Brandon, Timmy war ein hervorragender Schütze. Unter Freunden rief man ihn Bulls Eye. Er traf was er mochte. Verfehlte der Hühne sein Ziel,sagte man, er hätte seine Gründe.

Sein Vater Ernest Mayhem trat seit Jahrzehnten in die Fladen vor seiner Scheune. Gluckste der Fremde Neger nach blitzendem Gut an allen Körpern, schwarz wie weiß, obgleich die der Schwarzen kaum eine Elster abwehren mussten, war es Ernie der ihnen klarmachte wer zu wem Fluchen durfte.

Tim war 1,96 groß als er siebzehn war. Ernie, so nannte ihn niemand, stand auf, aß, arbeitete, spuckte, weinte heimlich, betete, weinte noch mehr und fluchte. Des einem Füße einer großen Gießkanne gleich, die des Sohnes darin nicht zu erkennen. 

Miles Edward Dume erklomm nur 13 Tage nach Ernest's Ableben, die Erkenntnis, wie ein Gesicht eine Nase besaß, eine Kanne eine Tülle besaß.

Ein Widerstand um jeden Preis ist das Sinnloseste, was es geben kann.

Friedrich Dürrenmatt