Der Schaukasten des Gärnters

Veröffentlicht von Philipp Pfitscher 13.02.2014  •  Kommentare(0)

 

1997, Mai

 

Nun wusste ich nicht so recht wohin mit dem Zeug. Mir war noch nicht mal klar was das für ein Zeug war. Ich erkannte Schaufel, Besen, Erde und das Aquarium in der hinteren Ecke des Raumes. Im Zuge der Übersiedelung bewegten wir Kisten, Kästen und Mobiliar aus dem alten Bürogebäde in der Ville des Formasch in das Building General im Zentrum an der Ville de Mark. Wir waren schon 22 Tage zugange als endlich die zugesagte Hilfe am frühen Morgen eintraf. "Tag zusammen", rief der junge Mann in die Menge.

Als ein paar der bereits zu dieser frühen Stunde erschienenen Kollegen den Neuankömmling erspähten, schauten sie kurz auf und drehten sich wieder ihresgleichen zu. Vom Gruppenleiter war noch keine Spur zu sehen, so nutzte man jede Gelegenheit es sich mit dem Schlaf nicht zu verspielen und ließ ihn sich in Aug und Kopf breitmachen.

Im Raum 24 saßen sich Mandrel und Naver gegenüber. Zu deren Rechten die Morgensonne. Dazwischen Glas und die Atmosphäre der Erde. Angeregt sprachen die Männer über Nichtigkeiten und Bratkartoffeln. Ich konnte nicht anders, als das Gespräch auszublenden und meinen Stuhl ein Stück weit nach vorne zu rücken, dorthin wo die Sonne noch einige Minuten länger mein Gesicht wärmen würde, bevor die Metallfassade des Building Gerneralè sie aus seinem Innern aussperrte. 

Nervös kratzte ich mich am Kopf. Ich versuchte mich daran zu erinnern wie ich Madame Souffleuse kennenlernte, aber wie so oft war der Ort wichtiger als das Warum. Zurückkehren konnte ich immer, nur wohin. Irgendwie würde ich schon auf sie stoßen, nur fehlte mir Ende, Beginn und Dazwischen. In meinem Kopf spannte sich der Bogen, keiner mit Pfeil, es war einer aus Papier. Die vielen Unbekannten auf dem Blatt räderten mein Fleisch. Bruchstückhaft erinnere ich mich mit trauernder Mine an ihre Präsenz. "Hallo", sprach sie. "Ja" dachte ich.

Mavid Dartin nahm das Tuch an seiner Seite und warf es dem Pfleger demonstrativ vor die Füße. "Ich wage es nicht weiter krankhaft Ziele zu verfolgen, die weder mir noch einem Clown was bringen. Ihr an Wut zehrenden Menschen sucht euch doch euer eigenes Fleisch". 

"to anybody on this channel. i dont know if your actually listening. dont bother. there will be updates. smarter ones. ones with flesh and bones. lots of FLESH."

gardeners got stories to tell. 

Was jeder Tag will, sollst du fragen, was jeder Tag will, wird er sagen.

Johann Wolfgang von Goethe