Megatiegel

Veröffentlicht von Philipp Pfitscher 06.12.2013  •  Kommentare(0)

mit dem blubbern, dem zischen, dem beben der befestigten platte unterhalb des wasserkochers begann die unruhe ihren mantel in meinem kopf abzulegen. "nicht in der garderobe", rief ich noch. 
der haken bohrte sich bereits durch die robe. 
ein stoff überm arm förderte phrasen. das arrangieren begann. 
"wieviel ist ein esslöffel?, leicht aufs gas!", reihten sich die fragen.
auf das hausrecht besann ich mich. einem diplomatenpass gleich.
ich griff beiseite, hoch und nach unten. nur dort oben erfuhr ich keinen widerstand. 
der vergangene fleiß, das erfahrene mochte nicht fruchten. indes bezog das neue bereits eine nummer im register. 
was hatte ich raum, und zeit? einen geldspeicher davon.
es war furchtbar heiß draußen an den rauhen wänden. ich musste meinen kopf weit nach hinten neigen um das passieren der lichtquelle zur gegebenen zeit überhaupt zu erkennen. ließ es nach, zeigten sich wägen, jungfrauen und flugzeuge. 

ich zog ein. kannte weder vermieter noch bewohner. mir gefiel der stille gärtner. geld... geld hatte einen platz in der mitte. 

"pfeffer rief ich", ich kannte kein anderes gewürz. mehr davon, forderte ich infantilös!! Der Rauch, der Dampf, das Entweichende, niemals nahm es einen Pfad. Immer wieder brannte es einen neuen Pfad in das Gesinterte. 
Hoch, hoch, nach oben bissen sich die Schwaden durch die gepressten Elemente. Sie wühlten sich durch das wertvolle Gut. Nach oben, den Kessel entlang. Dorthin wo wer stand, vermutlich wer was versperrte - so lehrte man es mich.

"Ein Tiegel reicht für ein "Volk". Der "Megatiegel" 600,... è abbastanza. Basta quello."

"Have it here or take away?"

Mancher Uhu meint, die Nacht komme seinetwegen.

Karlheinz Deschner