Der tapfre Ritter

Veröffentlicht von Toni Widmann 20.11.2011  •  Kommentare(1)

Der tapfere Ritter

Herrlich dort durch Wald und Feld
Reitet hoch zu Ross
Ein Ritter, der uns wohl gefällt,
Und hinter ihm der Tross.

O Schrecken! In der Kluft dort vorne
Spuckt ein Untier Feuerglut
Und in edelmüt’gem Zorne
Springt der Held von seiner Stut‘.

Nun stellt er sich dem Tier entgegen,
Bedacht auf künft’gen Epensang,
Und bittet noch um Gottes Segen.
Nein, der Kampf er währt nicht lang!

Der Drache frisst den armen Heiter;
Fürs Epos war die Tat zu klein!
Doch hiermit geht der tapf’re Reiter
- zum Troste - in die Lyrik ein.

Die Kunst des Ausruhens ist Teil der Kunst des Arbeitens.

John Ernst Steinbeck