Ode

Veröffentlicht von Toni Widmann 20.11.2011  •  Kommentare(0)

Ode

Würde gebietend verschenkt sie sich mir,
Sitze ich staunend zugegen,
Lässt mich genießen, doch will nichts dafür,
Kann sich selbst hegen und pflegen.

Ist sie gewillt, einen Zweck zu erfüll’n?
Macht ihre Schönheit ihr Freude?
Gar nichts soll jemals ihr Antlitz verhüll’n!
Nichts, das sie jemals erleide!

Still, ohne Worte, erzählt sie mir vieles,
Vertraulich und doch auf Distanz,
Vermittelt mir so eine Ahnung des Heiles,
Die teilhaft bleibt: schön, doch nicht ganz.

Sie nur als Einzige wird uns nie trügen,
Zeigt Gott in sich selbst, aber stur
Nicht alles, lässt uns unser Inn’res durchpflügen.
Wir danken dir, holde Natur!

Ein Fachmann ist ein Mann, der einige der größten Fehler kennt, die man in dem betreffenden Fach machen kann, und sie deshalb zu vermeiden versteht.

Werner Heisenberg