Zum ersten Mal

Veröffentlicht von Toni Widmann 20.11.2011  •  Kommentare(1)

Zum ersten Mal

Zum ersten Mal vom Pfeil getroffen,
Zum ersten Mal durch ihn geweckt,
Ziemlich spät, doch nicht verschlafen,
Durch das Neue sanft erschreckt.

Zum ersten Mal verspürt die Seele,
Die höher als der Himmel jauchzt,
Was ihr fortan nie mehr fehle!
Weh! Sie hat danach geächzt.

Zum ersten Mal steh’n alle Sorgen
Klein und kraftlos hinten an.
Zum ersten Mal erscheint ein „morgen“
Und ich freue mich daran.

Meine Sache ist der affirmative Purismus, der produktiv ist und nur davon ausgeht: Wo müssen wir umschreiben, und der Nachbar hat ein entscheidendes Wort?

Goethe, Maximen und Reflektionen, Nr. 744