Jugendredewettbewerb für Schülerinnen und Schüler

Von Carla Thuile

Normalerweise geht es bei einem Wettbewerb ums Gewinnen, um Sieger, um Punkte und Erfolg. Sicherlich wurden beim Redewettbewerb Erfolge gefeiert, gute Platzierungen erzielt, gelungene Reden vorgetragen, aber auch das Gefühl ausgekostet, sich selbst überwunden zu haben.
Doch dieser Bericht soll sich nicht auf die Sieger konzentrieren, sondern auf das, was den Redewettbewerb Jahr für Jahr zu einem gelungenen Ereignis und einem spannenden Erlebnis für alle Teilnehmer macht. Im Landhaus tummelten sich Jugendliche, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Sie kamen aus allen Landesteilen (was auch bei einem landesweiten Wettbewerb keine Selbstverständlichkeit ist) und von verschiedenen Schulen. Es mischten sich erfahrene Slammer und angehende Politiker mit begeisterten Musikern und Neulingen, kurz all jene, die es genießen auf einer Bühne zu stehen und ein Publikum zu begeistern.
Diese einmalige Vielfalt kam nicht nur zum Wettstreit zusammen, sondern tauschte sich über alles aus, was auch nur im Entferntesten mit Sprache zu tun hat oder auch nicht.
Abschließend möchte ich doch noch von einer ganz besonderen Rede erzählen. Wir standen dicht gedrängt im feierlichen Pressesaal, denn der nächste Redner war ein (alles andere als geheimer) Favorit: Julian Gruber. Er geht ans Rednerpult, beginnt mit klarer, ruhiger Stimme zu sprechen. Jedes Wort ist bedacht, wenn er in unseren Köpfen ein Bild nach dem anderen aufbaut und Fragen stellt, die man auch beim nach Hause Gehen nicht vergisst. Diese Momente der Gänsehaut machen den Redewettbewerb neben dem anregenden Austausch im Foyer zu etwas ganz Besonderem.

Es existiert für den Kunden nur das, was von ihm wahrgenommen wird. Was ihm nicht bewußt wird, gibt es nicht.

Müller Merbach